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Digitale Georeferenzierung
Leitungsortung

Präzise Drainageortung auf 54 km SüdOstLink-Trasse

Bei Großprojekten wie dem SüdOstLink – einer 540 km langen Hochspannungs-Gleichstromtrasse – entscheiden Bauzeit, Ablauf und Eigentümerkommunikation über den Projekterfolg. Ziel war es, historische Drainagen in einem Abschnitt in Bayern zu lokalisieren – als Planungsgrundlage und zur Beweissicherung. Mit angepasstem Technischen-Setup und klarem Workflow haben wir die Basis für einen reibungslosen Bauablauf geschaffen.

Portrait von Gordon Kopf, Inhaber und Geschäftsführer von Subterra
Gordon Kopf
Referenzcase SuedOstLink Drainagen orten 2 aspect ratio 800 533

Drainageortung: Die Ausgangslage

Drainageortung in Aktion: Der untersuchte Abschnitt verlief über intensiv genutzte Agrarflächen im Raum Hof in Bayern. Wo die Trasse für den SüdOstLink verlegt werden soll, gibt es zahlreiche alte historische Drainagen im Untergrund – jedoch ohne belastbare Bestandspläne. Gleichzeitig erschwerte das Wetter im März 2024 die Arbeiten erheblich: nasse Böden, hoher Wassergehalt und aufgeweichte Oberflächen beeinträchtigen sowohl die Radardurchdringung als auch die Befahrbarkeit. Ziel war es, die bestehenden Drainagenverläufe entlang von 54 km Trassenlänge präzise zu erfassen und so aufzubereiten, dass die Baufirmen damit direkt weiterarbeiten konnten.

Unser Ansatz

Unser Vorgehen kombiniert die Verwendung von Georadaren mit adaptiver Fahrstrategie – abgestimmt auf die wechselnden Bedingungen vor Ort:

  • Flächenleistung durch Mehr-Array-GPR
    Zum Einsatz kam ein IDS Stream DP System, mit dem wir breite Fahrstreifen in kurzer Zeit erfassen konnten. Die hohe Kanalzahl und konstante Tiefenabtastung erlaubten eine konsistente Darstellung der Drainagen auch bei wechselndem Untergrund. In Teilbereichen setzten wir zusätzliche GPR-Einheiten ein, um spezielle Fragestellungen oder Detailzonen gezielt aufzulösen.
  • Georeferenzierung mit Totalstation und GNSS
    Dort, wo GNSS-Signale zuverlässig verfügbar waren, erfolgte die Einmessung per Satellitensystem. In anderen Bereichen wurde mit einer Robotik-Totalstation gearbeitet – mehrfach stationiert und auf Genauigkeit geprüft.
  • Adaptive Fahrstrategie bei schwieriger Befahrbarkeit
    Wegen des aufgeweichten Untergrunds mussten Fahrspurabstände, Wiederholungen und Fahrwinkel fortlaufend angepasst werden. So konnten wir auch unter schwierigen Bedingungen eine hohe Lagequalität sicherstellen.
  • Modellierung & Datensicherung
    Die gewonnenen Daten wurden in einem Schichtenmodell verarbeitet. Drainageachsen und Knotenpunkte wurden darin modelliert, Lage und Tiefe plausibilisiert – mit klarem Toleranzrahmen.

Nuten für den Auftraggeber

Weniger Konflikte mit Eigentümer:innen

Die dokumentierten Drainageverläufe dienen als belastbarer Nachweis gegenüber Landwirt:innen und Behörden – das reduziert Diskussionen und beugt rechtlichen Auseinandersetzungen vor.

Planungssicherheit für alle Bauphasen

Die präzise Lage der Drainagen ermöglicht es, Arbeitsabläufe vorausschauend zu takten und Stillstände gezielt zu vermeiden.

Produktivere Abläufe

Baggerführer:innen, Bauleitung & Co. arbeiten mit klaren Daten – mit eindeutigen Angaben zu Lage und Tiefe.

Ergebnis

Trotz widriger Wetter-Bedingungen konnten alle relevanten Drainageverläufe sicher erfasst und dokumentiert werden. Achsen, Verzweigungen und Tiefenlagen wurden modelliert und georeferenziert. Das Datenpaket umfasst CAD-Dateien (DWG/DXF mit klarer Layerstruktur), Plan-PDFs für die Bauplanung sowie GIS-kompatible Formate (CSV/SHAPE). Ein Kurzbericht dokumentiert Methodik, Randbedingungen und Toleranzrahmen.

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