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Digitale Georeferenzierung

Stillgelegte Faulgasleitung mit Sicherheit orten

Gasleitungen, die wiederverwendet werden, sparen Ressourcen. In Düsseldorf haben wir eine seit Jahrzehnten stillgelegte Faulgasleitung geortet – präzise dokumentiert und die Grundlagen für die Wiederinbetriebnahme geschaffen.

Portrait von Gordon Kopf, Inhaber und Geschäftsführer von Subterra
Gordon Kopf
Referenzcase Faulgasleitung orten Subterra aspect ratio 800 533

Gasleitung orten – die Ausgangslage

Ein Klärwerk plante, eine stillgelegte Faulgasleitung (DN 200) wieder zu nutzen. Doch die exakte Trassenlage war unbekannt – und ohne Klarheit über die Lage ist keine Zustandsprüfung (Dichtheit, Beschädigungen, Anbindungen) der Leitung möglich. Frühere, grobe Ortungen waren ungenau und widersprüchlich. Was wir wussten, war, dass die Leitung abschnittsweise in bis zu vier Meter tief im engen Korridor mit Fernwärme– und Kommunikationsleitungen lag. Um Fehlinterpretationen zu vermeiden und kosten zu sparen, haben wir die Trasse sicher lokalisiert und georeferenziert dokumentiert.

Unsere Vorgehensweise beim Orten der Gasleitung

  • Bodenradar
    Den Einsatz des Bodenradars haben wir kurz getestet und bewusst verworfen. In der Tiefe und bei dicht beieinanderliegenden Leitungen liefert Bodenradar (GPR) häufig zu wenig Trennschärfe. Deshalb haben wir es nach einem kurzen Realitätscheck nicht weiter eingesetzt.
  • Induktive Leitungsortung
    Wir speisen ein definierbares Signal auf die metallische Leitung (direkt gekoppelt oder kontaktlos per Spule). An der Oberfläche lesen wir das Magnetfeld mit dem Empfänger aus und verfolgen so die Trasse — inklusive Tiefertrend, je nach Setup.
  • Signalstabilität herstellen
    Um Störeinflüsse zu minimieren, haben wir einen geschlossenen Signalkreis gebaut: rund 600 m Erdungskabel durch das gesamte Werksgelände verlegt, damit das Nutzsignal sauber „zurückfließt“. Ergebnis: deutlich klareres, robustes Ortungssignal.
  • Tachymetrische Georeferenzierung
    Die Messpunkte wurden mit der Robotik-Totalstation georeferenziert, Abschnitt für Abschnitt plausibilisiert und über ca. 300 m bestätigt. Abweichungen haben wir gezielt nachgemessen, bis die Trasse konsistent war.

Nutzen für den Betreiber der Gasleitung

Aus der erfolgreichen Ortung der Gasleitung ergeben sich klare Vorteile für Planung und Umsetzung:

Kosteneinsparung durch Wiederverwendung

Bestehende Leitung nutzen statt neu bauen – das spart Material, Bauzeit und Budget.

Planungssicherheit

Die exakte Lage verhindert Verzögerungen, Nachträge und teure Fehlplanungen auf der Baustelle.

Fundierte Entscheidungsgrundlage

Erst wenn die Trasse bekannt ist, lohnt sich eine Zustandsprüfung – das minimiert unnötige Aufwände

Digitale Datenbasis

Georeferenzierte Ergebnisse als einheitliche Grundlage für Planung, Ausführung und Prüfung.

SUBTERRA-Experte in Sachen Beratung & Datenauswertung von GPR-Daten mit dem C-thrue Bodenradar

Für wen ist das interessant?

Stadtentwässerungen, Klärwerke, Versorger, Industrieareale, Chemieparks — überall dort, wo Bestandsleitungen ohne Planlage liegen und der Wiederbetrieb eine echte Alternative zum Neubau ist. Der Ansatz zeigt, wie sich Gasleitungen orten und damit wirtschaftlich wieder in Betrieb nehmen lassen. Er ist skalierbar und auf ähnliche Medien (Biogas, Fernwärme, Druckluft, Produktleitungen) übertragbar.

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